Superrandonnées

600 Kilometer - 10 000+ Höhenmeter

Die Organisationsform der Superrandonnée wurde 2009 vom Audax Club Parisien aus der Taufe gehoben, in Deutschland wurde die erste Superrandonnée (Belchen satt) von ARA Breisgau 2013 eröffnet, seit 2018 steht eine zweite Superrandonnée zur Disposition: die Ötztal-Rundfahrt, organisiert von ARA München/Oberbayern.

Superrandonnées stellen eine große Herausforderung dar und setzen ein hohes Maß an Training voraus, ebenso das Wissen um die Tücken der Berge und den Umgang mit der Autonomie auf langen Distanzen.

Typisch für die Form der Superrandonnée sind zwei Merkmale:

Streckencharakteristik: Um als Superrandonnée zu gelten, muss eine Strecke 600 Kilometer aufweisen und dabei mindestens 10 000 Höhenmeter beinhalten. Die Zeitvorgabe beträgt seit 2016 unabhängig von der Zahl der Höhenmeter 60 Stunden in der Randonneurs-Option. In der Touristik-Variante stehen den Teilnehmern acht Tage zur Verfügung - im Schnitt also 80 Kilometer pro Tag. Aber egal ob als Touristiker oder Randonneur: man braucht ein großes Faible füs Klettern und fürs Ausloten der eigenen Grenzen. Die Touristik-Option empfiehlt sich, wenn man die Landschaften bei Tag genießen möchte, ohne sich in eine enge Zeitvorgabe zu zwingen. Die Wahl der Randonneurs-Option wiederum erhält durch die extreme Herausforderung ihren Reiz, aber auch dadurch, dass man die grandiosen Regionen zu Tageszeiten befährt - frühmorgens, spät abends und nachts, in denen die Landschaften ihr ganz eigenes Flair entfalten.

Permanente: Superrandonnées werden nicht als Brevets, sondern als Permanente angeboten. Dies bedeutet, dass sie im Prinzip das ganze Jahr über gefahren werden können. Angesichts der klimatischen Bedingungen in Deutschland und der Schwierigkeiten der Strecken werden sie jedoch wohl vorwiegend in der warmen Jahreszeit absolviert werden.

Superrandonnées zählen nicht als Qualifikation für Paris-Brest-Paris.